Der Cairn Terrier gehört wie seine Vettern - Scottish, Skye und West Highland White Terrier - zu den Nachfahren des alten schottischen Jagdterrier. Er gilt unter den Kennern der schottischen Terrier als die ursprünglichste dieser Rassen. Entstanden ist die Rasse nach heutiger Erkenntnis zweifelsfrei in den westlichen Hochlanden und auf den vorgelagerten Inseln von Schottland.
Cairn ist das gälische Wort für Steinhaufen. Seine Heimat ist sehr steinig und felsig. Steinfarben ist sein Haarkleid, von schwärzlichem Grau über Rottöne bis zur Steinfarbe. Die britische Gewichtseinheit "stone" beträgt 14 englische Pfund. Dieses Gewicht schrieb der Standard für die Rasse vor. Konnte es also einen passenderen Namen geben?
Der Cairn Terrier hat einen gewissen Hang zur Selbstständigkeit. Er braucht daher einen starken "Rudelführer" im Familienleben. Trotzdem ist er sehr anhänglich und treu. Ein Cairn ist ausgesprochen kinderfreundlich. Kleine Balgereien, Fußballspiele und andere wilde Aktionen machen ihm viel Spaß. Dennoch kann er äußerst verschmust sein. Im Normalfall liebt er das Wasser. Obwohl er ein ausgesprochenes Tempramentbündel ist, verbreitet er nie Hektik. Der Cairn ist robust, pflegeleicht und kann bei artgerechter Haltung sehr alt werden.
Man sollte jedoch nicht außer Acht lassen, dass der Cairn immer noch ein Jagdhund ist. Schnell entpuppt er sich als schottisches Grabewunder, dessen Fähigkeiten im Garten nicht immer auf Gegenliebe bei uns Zweibeinern stoßen.
Quelle: Der CairnTerrier: praktische Ratschläge für Haltung, Pflege und Erziehung / Wilfried Peper; Gerhard Bottenberg - 3. überarb. Aufl. , 12.-20. Tsd. - Hamburg; Berlin; Parey, 1993
© Andrea und Ingo Schäfer - Zuletzt geändert Sunday, 13-Dec-2009 22:03:19 CET -