Mittwoch, 24. November 2004

Was die Ärzte schon nach dem ersten Block erwartet hatten und was nicht gekommen war, hat Fabienne diesmal heftig erwischt: das Zelltief. Mit meldepflichtigen 38,5 Grad sind wir in der Nacht ins Klinikum gefahren, am Morgen erreichen wir dann die 39 Grad und Fabienne ist entsprechend mies drauf.

Auf der Onkologie ist kein Bett frei, wir sind auf der normalen Pädiatrie untergebracht. Keine so glückliche Wahl, nach ein bißchen Schieben bekommen wir das dringend notwendige Einzelzimmer. Zwischen den ganz normalen infektiösen Kindern ist es für Fabienne mit Fieber und sinkenden Blutwerten verdammt gefährlich. Wir werden quasi isoliert, haben aber mehr Freiheiten als auf der Onkologie. So darf ich mit Fabienne spazierengehen, obwohl sie am Perfusor hängt. Da die Station keine Intensiv ist und entsprechend weniger Personal hat, bleibt Fabienne dauerhaft am Tropf, durch den gelegentlich Antibiotika, Neupogen und Fiebermittel fließt. Ansonsten läuft er mit Heparin auf Erhalt.