Tagebuch

Sonntag, 17. Oktober 2004

Es ist Sonntag. Fabienne hat das ganze Wochenende schon schlechte Laune, krabbelt nicht mehr und weint, wenn sie gewickelt wird. Mein ungutes Bauchgefühl verstärkt sich mit jedem Blick aufs Kind. Dann entscheide ich kurzerhand, in die Klinik nach Potsdam zu fahren.

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Montag, 18. Oktober 2004

Fabienne hat die Nacht überstanden, wird aber weiterhin unter Betäubungsmittel gehalten, damit sie sich nicht gegen die Schläuche wehrt. Sie bekommt vorsorglich Antibiotika gegen Meningitis, falls es eine sein sollte. Es wird ein EEG vor Ort gemacht, dann ein MRT irgendwo in der Klinik.

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Dienstag, 19. Oktober 2004

Endlich sieht Fabienne wieder einem Baby ähnlich. Und sie duftet auch so, nachdem sie gewaschen wurde. Mein Herz macht einen ziemlichen Hüpfer beim Anblick des nackten Mädchens, dass deine Nase tief in ihren geliebten Wichtel vergraben hat. Zwei Zugänge liegen noch und die Magensonde. Letztere zieht Fabienne sich zur Hälfte selbst und dann wird sie gänzlich entfernt. Das Lächeln entblößt einen neuen Zahn. Da der Tee vom Morgen im Magen bleibt, darf Fabienne mittags ein Gemüsegläschen essen.

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Mittwoch, 20. Oktober 2004

Wir werden von der Kinderchirurgie auf die Onkologie verlegt. Fabienne wird in ihrem Bett kutschiert, eine Schwester spielt den Abholservice. Sie weiht uns dann auch in die Regeln der Station ein. Ariane ist als Besucher erlaubt, weil sie Geschwisterkind ist. Dass sie gesund sein muß, versteht sich für eine Krebsstation von selbst.

 

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