Tagebuch

Dienstag, 16. November 2004

Der Tag hält einige Überraschungen parat. Als erstes wechseln wir das Zimmer, denn es ist ein normales frei geworden. Bislang hatten wir ein Isolierzimmer. Aber wir bleiben bei einem Einzelzimmer. Als zweiten Lichtblick erfahre ich, dass es im Musiktherapiezimmer einen Internetanschluß gibt, den ich nutzen könnte. Einzelheiten muß ich direkt mit der Therapeutin klären.

   

Mittwoch, 17. November 2004

Fabienne hat Stimmungsschwankungen, die mich an meine Grenzen treiben. Zudem ist sie hundemüde, weigert sich aber zu schlafen. Um mich und sie zu beruhigen, hole ich Kinderbücher und lese vor. Inhaltlich sind die Bücher noch nichts für Fabienne, aber meine Stimme scheint beruhigend zu wirken - und einschläfernd.

Ich habe ein Gespräch mit der Musiktherapeutin. Für den Netzzugang benötige ich eine IP-Adresse für meinen Laptop. Die EDV-Abteilung würde mir das einrichten und dann muß ich nur die Zeiten mit ihr abklären. Sprich, ich kann den Raum nutzen, wenn sie nicht da ist. Da Ingo inzwischen die Domain fabienne-schaefer.de für uns besorgt hat, könnte ich zum einen immer mal wieder der Schnullerfamilie einen Besuch abstatten und zum anderen aktuelle Infos über Fabiennes Therapie im Netz veröffentlichen.

Zu Hause ist die Magen-Darm-Grippe ausgebrochen. Ariane gehts nicht gut. Ich bin unglücklich, weil ich sie jetzt nicht umsorgen kann. Eigentlich hab ich mich jetzt mit der Situation arrangiert, aber in solchen Momenten verfluche ich ganz laut das Schicksal. Zumal mein Glaube, der mich eigentlich aufrecht halten sollte, einen ganz argen Knacks bekommen hat, der mich irgendwie belastet.

   

Donnerstag, 18. November 2004

Irgendetwas muß Fabienne belasten: Sie hat Probleme beim Schlafen im Bett, liegt sie im Buggy scheint alles ok zu sein. Ich habe keine Ahnung, was los ist. Bin aber froh, dass die Stimmungsschwankungen scheinbar wieder weg sind. Sehr gut gelaunt gibt sich Fabienne im Spielzimmer.

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Freitag, 19. November 2004

Punkt acht Uhr in der früh ist die Chemo durch. Ich wage es kaum zu glauben, aber wir dürfen gehen.

   

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