Tagebuch

Sonntag, 20.2.2005

Frühstück geht gar nicht, zum Mittag zwinge ich Fabienne ein wenig Kartoffelbrei gemischt mit Möhrensuppe auf. Sie will essen und will doch nicht. Sie nimmt und schluckt, macht aber freiwillig den Mund nicht auf. Lange geht es gut, doch der letzte Löffel war zu viel. Sie erbricht die zwischendurch getrunkene halbe Tasse Wasser und ganz wenig Mittag. Ich bin beruhigt, dass sie was im Magen hat, denn sie jammerte vor Hunger - nur Appetit hat sie halt keinen.

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Mittwoch, 23.2.2005

Es ist geschafft. Der letzte stationäre Block ist vorbei. Ich sitze mit sehr gemischten Gefühlen da. Das Sachen packen in der Klinik löst Tränen aus, der Abschied auch.

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Montag, 28.2.2005

Seit Tagen kann ich den Tag kaum erwarten, an dem die MIBG-Szinti gemacht wird. Ich will endlich wissen, ob wir es geschafft haben, den Krebs zu besiegen. Ich will endlich wissen, ob sich der Kampf und die Tränen, der Mut und die Lebenskraft von Fabienne gelohnt haben. Und nachdem ich hier nun rumlaufe wie Falschgeld ... erfahre ich heute, dass die Szinti um eine Woche verschoben wurde. Noch eine Woche mehr in der Ungewissheit. Noch eine Woche mehr zwischen Zweifeln und Hoffen.

Das Wochenende haben wir im Krankenhaus verbracht. Freitag gab das Blutbild 500 Leukos, Freitagnachmittag gabs Fieber und dementsprechend Freitagabend Antibiotika in der Klinik. Samstag waren die Leukos dann auf 200 gefallen, aber Fabienne fieberfrei. Sonntag durften wir gehen und dementsprechend heute zur Antibiotikagabe in die Tagesklinik. Die Leukos haben sich inzwischen auf 400 hochgekämpft.

Fabienne hat Schnupfen, mich hat es nun auch miterwischt. Wer weiß, wozu es gut ist ... so bekommt Fabienne über die Muttermilch Antikörper, die sie selbst nicht produzieren kann.

   

Mittwoch, 9.3.2005

Heute ist MRT vom Kopf angesagt. Das läuft relativ glatt, diesmal gibt es auch keine Probleme mit der Sedierung. Fabienne bekommt ihr Chloralhydrat, ißt ein bissel was und stillt. Dann schläft sie wie ein Engelchen und bekommt nix von den Magnetmännchen mit. Weil der nächste Patient schon wartet, gibt es keine Vor-Ort-Besprechung mit der Ärztin. Den Befund klären wir am Freitag in der Tagesklinik.

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